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Was man verstehen gelernt hat, fürchtet man nicht mehr

Hospiz macht Schule – unter diesem Motto haben Mitarbeiter*innen von Hospiz Brühl e.V. und Hospiz Hürth e.V. eine Projektwoche in der Klasse 4a der Astrid-Lindgren Schule in Brühl durchgeführt.

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Die Klassenlehrerin, Frau Harnisch-Teupel, hatte die Gruppe mit dem Projekt in ihre Klasse eingeladen. Ziel der Woche war es, den Kindern zu vermitteln, dass Krankheit, Tod und Trauer zum Leben dazu gehören. Nicht nur manche Eltern, auch einige Kinder taten sich am Anfang schwer, sich auf das Thema einzulassen.

Nach dem ersten Tag allerdings, an dem es um Wandlungserfahrungen ging, zum Beispiel anhand von eigenen Fotos aus unterschiedlichen Lebensabschnitten, war der Bann gebrochen und die Kinder beteiligten sich wissbegierig an den angebotenen Einheiten:

Krankheiten wurden als Pantomime dargestellt, die Haus- und Palliativärztin Frau Dr. Lueg, die am 2. Tag zu Besuch kam, wurde mit Fragen gelöchert: wie bekommt man Windpocken, was ist Krebs, was macht man bei Allergie….sogar nach Stammzellentransplantation wurde gefragt. Sie konnte die vielen Fragen kindgerecht beantworten.

Am dritten Tag war ein Filmabschnitt „Wie ist das mit dem Tod“ aus der bekannten Fernsehreihe „Willi will´s wissen“ dran, sachlich wurde darüber informiert, woran man erkennt, dass ein Mensch gestorben ist, wie ein Grab vorbereitet wird und gleichzeitig nahmen die Kinder an der Trauer der Menschen im Film teil, die einen Menschen verloren hatten.

Die Arbeit in Kleingruppen gab viel Raum für Gespräche zu allem Gesehenen aber auch selbst schon Erlebtem.

Am vierten Tag mit der Überschrift „Vom Traurigsein“ brachten die Kinder Gefühle mit Fingerfarben zu Papier, damit kann man manchmal mehr ausdrücken, als mit Worten. Mit viel Sorgfalt pflanzten sie die vorgezogenen Bohnenpflänzchen um, ein Symbol für Trauernde, die wie entwurzelt sind und mit Zuwendung, Zeit und Geduld wieder Halt in einem veränderten Leben finden müssen.

Der fünfte Tag war dem Trösten gewidmet, die Kinder überlegten, wie sie gerne getröstet werden möchten und wie nicht, sie schrieben einen Trostbrief und hatten viele Vorschläge, wie sie sich gegenseitig in der Klasse trösten können.

Dann war es aber auch genug mit dem schweren Thema, mit Trommelmusik und Tanz schüttelten alle die Lasten ab und feierten mit den Eltern noch ein Abschlussfest.

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